Ich wollte doch nur Schuhe kaufen,
bin durch die ganze Stadt gelaufen.
Da stand ich plötzlich hier davor,
vor diesem großen, goldenen Tor.
Das Tor ging auf, ich schlüpfte rein,
fand mich im Zauberland allein.
Was ich dann sah, konnte ich nicht glauben,
es wollte mir den Atem rauben.
Die tollsten Schuhe und Handtaschen,
dazwischen Köstlichkeiten zum Naschen.
Welche Schuhe sollte ich zuerst nehmen,
welcher Handtasche den Vorzug geben?
Träumte ich, oder war es wahr?
Das Leben ist doch wunderbar.
Doch plötzlich fiel mein Blick,
auf dieses kleine, runde Stück.
Ein kleiner, runder Kieselstein,
lag da im schönsten Sonnenschein.
Er sprach ganz leise, komm zu mir,
das Glück der Welt verspreche ich dir.
Ich nahm den kleinen, runden Stein.
„Du sollst ab jetzt mein Glücksstein sein“.
Wer braucht schon Schuhe und Handtaschen?
Und ich will auch nichts mehr zum Naschen.
Der Sonnenstrahl von diesem Stein,
fiel mitten in mein Herz hinein.
Ich dachte auf einmal an schöne Sachen,
und musste dabei leise lachen.
Ich spürte Glück, ich spürte Liebe,
ach wenn es immer doch so bliebe.
Ich ging zurück und schloss das Tor,
doch es war nichts mehr wie zuvor.
Viele Zeit später fand ich an einem Strand,
in einem fremden, fernen Land,
den zweiten kleinen, runden Stein,
nun ist mein Glücksstein nicht mehr allein.
Das Glück kann hier sein und auch dort,
an jedem fremden, fernen Ort.
Man kann es finden, oder nicht,
wo man es findet, weiß ich nicht. |